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MOD21 realisiert Neubau der Grundschule Wolbeck-Nord in Münster: Nachhaltiger Bildungsraum für die Zukunft

Münster, 26.03.2025
Oberbürgermeister Markus Lewe (vorne mittig),  Schulleiterin Christiane Kröger (hinten, 4. v. r. ) und MOD21-Projektleiter Michael Löffler (links) freuen sich gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, weiteren Projektbeteiligten sowie Schülerinnen und Schülern über den Erweiterungsbau der Grundschule Wolbeck-Nord.

Die Stadt Münster setzt mit dem Erweiterungsbau der Grundschule Wolbeck-Nord ein starkes Zeichen für nachhaltiges und zukunftsweisendes Bauen. Das zweigeschossige Modulgebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 1.246 m² schafft dringend benötigten Raum für 120 Schülerinnen und Schüler.

Schnelle Bauzeit und nachhaltige Bauweise

Innerhalb von nur fünf Monaten wird das innovative Gebäude fertiggestellt. Die Modulproduktion im Werk dauerte lediglich vier Wochen, während die Montage vor Ort innerhalb von nur fünf Tagen abgeschlossen wird. Die restlichen Ausbauarbeiten nehmen etwa zwei Monate in Anspruch. Die Modulstellung wurde am 24. März 2025 im Rahmen eines Einladungsevents durchgeführt, die Übergabe an die Stadt Münster ist voraussichtlich für Ende Mai 2025 geplant.

„Der Modulbau bietet für ein kompaktes, freistehendes Gebäude wie in Wolbeck viele Vorteile“, erläutert Münsters Immobiliendezernent Arno Minas. „Durch die Vorfertigung der Module verkürzt sich die Bauzeit erheblich, wodurch die Beeinträchtigungen vor Ort minimal sind. Zudem bauen wir sehr nachhaltig.“ Auch Oberbürgermeister Markus Lewe zeigt sich beeindruckt: „In so kurzer Zeit entsteht hier ein ganzes Gebäude. Für den Stadtteil Wolbeck ist das ein wichtiges Zeichen, denn an dieser modernen Grundschule werden künftig mehr Schulplätze zur Verfügung stehen.“

Null-Emissions-Haus für eine nachhaltige Zukunft

Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die konsequente Umsetzung als Null-Emissions-Haus. Durch die Verwendung von Holzmodulbauweise werden die CO₂-Emissionen um 98 % im Vergleich zu konventionellen Bauweisen reduziert. Während ein traditioneller Bau 297.158 kg CO₂ verursachen würde, liegt der Wert bei diesem Bauprojekt bei nur 5.643 kg CO₂. Zur Energieeffizienz trägt eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Photovoltaikanlage bei.

Moderne und flexible Lernumgebung

Der Erweiterungsbau umfasst vier Unterrichtsräume, drei Betreuungsräume, einen Mehrzweckraum, zwei Teamstationen sowie zwei Lehrerbüros. Zusätzlich sind moderne Sanitär-, Technik- und Nebenräume integriert. Das begrünte Flachdach und die hinterlüftete Holzfassade mit Fassadenbegrünung unterstützen das nachhaltige Konzept.

Herausforderungen und innovative Lösungen

Eine besondere Herausforderung stellte der schlechte Baugrund dar, da das Grundwasser zu hochsteht. Hier wurden gezielte Bodenverbesserungsmaßnahmen vorgenommen. Zudem musste für das Projekt eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung (vBG) eingeholt werden, da es sich beim Modulbau in Nordrhein-Westfalen um eine ungeregelte Bauart handelt.

Projektleiter Michael Löffler hebt die Bedeutung des Vorhabens hervor: „Mit diesem Bauvorhaben schaffen wir dringend benötigte zusätzliche Schulräume und setzen auf eine nachhaltige Bauweise, die langfristig Bestand haben wird. Die modulare Bauweise ermöglicht es uns, das Gebäude in kurzer Zeit zu realisieren, ohne dabei auf Qualität und Energieeffizienz zu verzichten. Das Projekt zeigt, wie moderne Schulbauten umweltfreundlich und gleichzeitig funktional umgesetzt werden können.“

Mit diesem zukunftsweisenden Projekt setzt die Stadt Münster einen wichtigen Impuls für nachhaltiges Bauen im Bildungssektor und schafft moderne, energieeffiziente Lernräume für kommende Generationen.