Unternehmen

Neues Leben für die EKINOS in der Frankfurter Innenstadt

Frankfurt am Main, 03.04.2025
(v.l.n.r.): Sie haben das neue Nutzungskonzept für das Massif E entwickelt: Joachim Richter, Gesellschafter Massif Central, Florian Joeckel, Geschäftsführer Massif Central, Benjamin Jaeger, Eigentümer EKINOS, und Oemer Enrique Erol, Projektleiter Massif E.

Leerstand war gestern, jetzt kommt wieder Leben in die traditionsreichen Frankfurter EKINOS: Am 3. April eröffnete die Projektgesellschaft Massif Central in den ehemaligen Kinosälen an der Hauptwache das Massif E. Als neue Event-Location bieten die Säle des Kinos Raum für Kunst, Design, Demokratie, Street Art, Kultur, Kulinarik, Sport und natürlich auch Film. „Im Massif E werden wir ein Programm anbieten, das mit seiner Bandbreite die unterschiedlichsten Zielgruppen anspricht“, erklärt Florian Joeckel, Geschäftsführer des Massif Central. „Im Fokus stehen für uns Entertainment, Events und Emotionen. Und natürlich werden Filme immer wieder eine Hauptrolle spielen.“ Ab September startet das Massif E seinen Regelbetrieb mit festen Veranstaltungen. Erstes Highlight wird das von Stabil e. V., Florian Joeckel und Max Coga initiierte erste Internationale Frankfurter Sport-Film-Festival, das vom 25. bis 29. September parallel zu den Europäischen Sportwochen stattfinden wird.

Für Florian Joeckel ist das Massif E mehr als nur ein neues Nutzungskonzept: „Mit dem Massif E wollen wir die Hauptwache beleben und einen attraktiven Ort für alle schaffen.“ Kurzum: Das Massif E soll ein neues Leuchtturmprojekt werden. „Vielleicht sogar ein Vorzeigeprojekt, das zeigt, wie innerstädtische Leerstände für unterschiedliche Zielgruppen und Bedürfnisse sinnvoll umfunktioniert werden können.“

Das neue Nutzungskonzept haben Florian Joeckel, Oemer Enrique Erol, Projektleiter des Massif E, sowie Sven Seipp und Joachim Richter, Gesellschafter des Massif Central, in enger Zusammenarbeit mit der Eigentümerfamilie Jaeger entwickelt. Diese hatte das Kino nach 70 Jahren im April 2024 geschlossen – nun wird wiedereröffnet.

Umbau des EKINOS

Wie in all seinen Massif-Ablegern hat Joeckel auch im „E“ ordentlich Hand angelegt, denn für das neue Konzept hat das Massif Central die ehemaligen EKINOS umgestaltet: Von den acht Kinosälen werden zwei weiterhin als solche genutzt: das Esplanadekino 1 im Untergeschoss mit 223 Plätzen und das Edenkino im Erdgeschoss mit 37 Sitzplätzen.

Das ehemals größte Kino, das Europakino im ersten Obergeschoss, ist jetzt eine Ausstellungs- und Eventfläche, hier wurde die Kinobestuhlung entfernt. Die Elyseekinos 1 und 2 im zweiten Obergeschoss sind als Vortragsräume vorgesehen, die Bestuhlung samt der Kinotechnik bleibt jedoch erhalten.

Komplett neugestaltet ist das Foyer: Die ehemalige Popkorntheke wurde durch eine Bar ersetzt. Florian Joeckel: „Die Bar ist eine Sonderanfertigung der bekannten Möbel-Marke USM. Zudem werden wir im Foyer einen roten Teppich verlegen und mit viel Neon-Lichtern arbeiten.“ Der Raum passt sich dem wiedererkennbaren Stil des Massif Central an: kräftige Farben und viele Holzelemente. An den Wänden des Foyers hängen Bilder von Stars aus der Filmgeschichte, darunter Dennis Hopper, Samuel L. Jackson, Nicole Kidman und Heike Makatsch – alle fotografiert von Helmut Fricke, der die Berühmtheiten auf Modeschauen ablichtete. Und: „Natürlich darf auch im Massif E kein Flipper fehlen, unsere Gäste dürfen sich daher unter anderem auf einen Pulp-Fiction-Flipper freuen.“

Bereits im April gibt es Programm. Passend zu den EKINOS gastiert das Lichter Filmfest vom 22. bis 27. April im Massif E. „Nach dem Lichter Filmfest fokussieren wir uns auf die ‚Nacht der Museen‘“, erläutert Joeckel. Das Massif E wird im Zuge der Ausstellung im großen Saal Europa ein Kolossalbild des oscarprämierten Filmdesigners Hein Heckroth von 1970 präsentieren. Das Gemälde ist 14 Meter breit und fast 5 Meter hoch. Es wurde 2023 wiederentdeckt und noch nie öffentlich in Frankfurt gezeigt.

Regelbetrieb ab September – Erstes Internationale Frankfurter Sport-Film-Festival

Ab September geht das Massif E in den Regelbetrieb über – und startet gleich mit einem Highlight: Vom 25. bis 29. September veranstaltet der Verein Stabil e. V., dem auch Joeckel angehört, das erste Internationale Frankfurter Sport-Film-Festival. „Unser Ziel ist es, Frankfurt als kreativen und sportlichen Knotenpunkt Europas zu etablieren und die Verbindung von Sport und Film nachhaltig zu stärken“, erläutert Florian Joeckel, der das Festival unter anderem gemeinsam mit dem Frankfurter MMA-Profi Max Coga ausrichten wird. „Wir zeigen ein breites Spektrum an internationalen Filmen, mit Fokus auf Sport, Motivation, Teamgeist und Biografien. Zudem werden wir Preise in verschiedenen Kategorien vergeben, unter anderem ‚Bester Sportfilm‘, ‚Beste Dokumentation‘, ‚Beste Regie‘, und auch ein Publikumspreis soll vergeben werden.

Darüber hinaus setzt auch das Massif E auf enge Kooperationen. „In Zusammenarbeit mit der Konzertagentur Wizard werden wir in regelmäßigen Abständen Live-Konzerte von internationalen Musikern und Bands in unseren Kinosälen zeigen.“ Geplant ist auch eine Sneak-Review-Reihe: „Wir werden alte Filmklassiker spielen und dazu das passende Essen servieren“, so Joeckel.

Am 14. Oktober, einen Tag vor Beginn der Frankfurter Buchmesse, lädt das Massif E im Rahmen seiner Maison-Democratique-Reihe gemeinsam mit der Sir Peter Ustinov Stiftung zur Veranstaltung „60 Jahre deutsch-israelische Beziehungen“ ein. Anlässlich dieses bedeutsamen Jubiläums sind Filmvorstellungen, Vorträge, Buchvorführungen und Diskussionen vorgesehen.

Joeckel blickt auch schon auf das kommende Jahr, wenn sich Frankfurt als „World Design Capital“ präsentiert. „Zum Motto ‚Design for Democracy‘ werden wir eine eigene Filmreihe kreieren und ich bin mir sicher, dass unsere im Urban-Streetart-Stil umgestaltete Fassade sich bis dahin zu einem kleinen Fotospot entwickelt hat.“

Umgestaltung der Fassade im Sommer

Die Sommermonate wird das Massif-Team nutzen, um die Fassade des EKINOS neu zu gestalten. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit bewährten Designern und Künstlern wie dem Pesh Studio aus Tel Aviv, dem desres design studio und der guilty76 street guerilla“, so Joeckel, und ergänzt: „Optisch bleiben wir unserem Street-Art-Style treu, mehr dazu verraten wir im Sommer.“ Und auch im Innenbereich kommt eine Neuerung, im Kino in der unteren Etage wird eine Champanger- und Austernbar eingerichtet.

Bei der Vermarktung setzt das Massif E auf die Vermietung der Räume. „Unsere Räumlichkeiten eignen sich für Konferenzen, Tagungen, Präsentationen und Ausstellungen“, sagt Joeckel. „In Kooperation mit Mainfilm wird es auch möglich sein, aus den Kinosälen live zu streamen.“

Weiterführende Informationen

https://www.massifcentral.rocks/de/