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Stabile Flächennachfrage, stagnierendes Investment: Unternehmensimmobilien trotzen dem Marktumfeld

Flächennachfrage für Unternehmensimmobilien besonders im Süden stark / Weiterhin verhaltenes Investmentgeschehen | Mietpreisniveaus stagnieren / Projektpipeline ist gut gefüllt

Hamburg/Berlin, 04.04.2025

Während sich die Renditen für Unternehmensimmobilien stabilisiert haben und die Nachfrage nach Flächen – insbesondere im Süden Deutschlands – weiter anhält, blieb das Investitionsgeschehen im Jahr 2024 verhalten. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht der INITIATIVE UNTERNEHMENSIMMOBILIEN hervor.

Im Gesamtjahr 2024 wurden rund 2,7 Millionen m² Fläche umgesetzt – ein stabiles Ergebnis trotz eines deutlichen Rückgangs im zweiten Halbjahr. Besonders gefragt waren weiterhin Produktionsimmobilien, wenngleich ihr Flächenumsatz um 58,8 % auf 428.500 m² zurückging. Dennoch bleiben sie die nachgefragteste Objektkategorie, auch aufgrund der starken Eigennutzernachfrage.

Investitionsmarkt am Tiefpunkt – Gewerbeparks im Fokus

Das Transaktionsvolumen für Unternehmensimmobilien lag im Jahr 2024 bei lediglich 1,19 Milliarden Euro – ein Rückgang von 34 % gegenüber dem Vorjahr und das niedrigste Ergebnis seit Beginn der Marktdatenerhebung. Das zweite Halbjahr trug dazu mit nur 457,7 Millionen Euro bei – eines der schwächsten Halbjahre überhaupt.

Auffällig ist der Fokus der Investoren auf Gewerbeparks, die mit einem Volumen von 256 Millionen Euro rund 55 % des Halbjahresvolumens ausmachten und auch im Gesamtjahr die meistgehandelten Objekte waren. Internationale Käufer – vor allem aus dem europäischen Ausland – traten verstärkt auf, sodass ihr Anteil am Transaktionsvolumen mit 48 % einen Rekordwert erreichte. Felix Werner, Teamleiter Logistikimmobilien bei bulwiengesa, erläutert: „Nach den Preiskorrekturen der vergangenen 18 Monate nutzten internationale Investoren vermehrt die günstigeren Einstiegskonditionen, um auf dem deutschen Immobilienmarkt Fuß zu fassen.“

Stabilisierung bei Renditen und Mieten

Trotz der Zinspolitik der EZB und Preisangleichungen bei Käufern und Verkäufern verharrten die Bruttoanfangsrenditen:

  • Gewerbeparks: 5,20 % minimal / 6,30 % Spitzenrendite
  • Produktionsimmobilien: 6,00 % minimal / 7,10 % Spitzenrendite

Auch die Mietpreise zeigten sich stabil – mit Ausnahme von Flex Spaces, die punktuell zulegen konnten.

Projektpipeline füllt sich – Ausblick positiv

Ein Lichtblick ist die Entwicklung neuer Flächen: Im zweiten Halbjahr 2024 wurden 1,3 Mio. m² fertiggestellt – ein Plus von 41,6 % gegenüber dem Vorhalbjahr. Für 2025 wird sogar ein neuer Rekordwert mit über 2,4 Mio. m² prognostiziert. Die weiterhin gute Projektpipeline zeigt, dass der Markt langfristig auf Wachstum eingestellt ist.